Klaus Staudt wurde 1932 in Otterndorf geboren. 1954–1959 studierte er Medizin in Marburg an der Lahn und in München. Ab 1959 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in München. 1963 wurde er Mitglied der internationalen, avantgardistischen Künstlergruppe „Neue Tendenzen“. Von 1974 bis 1994 hatte er eine Professur an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main inne.
Das Quadrat ist das kompositorische Grundmodul, das Staudt über Jahrzehnte variiert, moduliert und paraphrasiert. Strukturen, Raster und die Farbe Weiß finden Eingang in seine Kompositionen. Er nutzt unterschiedlichste Materialien wie Holz und transluzentes Plexiglas. Mit zurückgenommenen Mitteln schafft Staudt Licht und Schatten, Raum und Bewegung sowie eine transparente Bildräumlichkeit, die je nach Standpunkt der Betrachter:innen variiert.
Klaus Staudt schuf häufig Skulpturen für den Außenraum. Ein Beispiel ist Castello (2008), eine weiße Skulptur, die auf einem System von drei mal drei Quadraten basiert, wobei ein Modul 1,5 Meter groß ist. Das Werk ist etwa sechs Meter hoch und wiegt rund 1.560 Kilogramm.
Die Skulptur spielt mit Themen wie Struktur, Licht, Schatten und Raum. Durch ihre klare Form und weiße Farbe wirkt sie beinahe wie ein Bauwerk oder architektonisches Element. Das Werk lädt dazu ein, die Beziehung zwischen Licht und Schatten zu erkunden, da je nach Tageszeit und Blickwinkel unterschiedliche Schattenwürfe und Effekte entstehen
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